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19.09.2018 11:05

Japans Handelsdefizit nahezu verdoppelt

TOKIO (Dow Jones)--Das japanische Handelsdefizit hat sich im August im Vergleich zum Vormonat fast verdoppelt. Dazu trug vor allem ein sprunghafter Anstieg der Importe von Rohöl und Flüssigerdgas aus den USA bei, wie Daten des japanischen Finanzministeriums zeigen.

Japans Exporte nach China überstiegen erneut die Exporte in die USA. Weil diese mit der "America-First"-Politik von Präsident Donald Trump Importe reduzieren wollen, wenden sich die Produzenten den Märkten in Asien zu. Während die Handelskonflikte eskalieren, verzeichnete Japan im August ein Handelsdefizit von 444,6 Mrd Yen (rund 3,4 Mrd Euro), was im Rahmen der Prognose von 447,7 Mrd Yen der von Nikkei befragten Ökonomen liegt. Im Juli hatte das Defizit bei 231,2 Mrd gelegen.

Der Handelsüberschuss des Landes mit den USA sank im Jahresvergleich um 14,5%, da die Importe um 21,5% stiegen, unterstützt durch die japanische Nachfrage nach amerikanischen Flugzeugteilen, Flüssiggas und Kohle, wie das Ministerium mitteilte. Diese Importe übertrafen den Anstieg der Exporte von medizinischen Hilfsgütern sowie von Bau- und Bergbaumaschinen, wobei Autos als Treiber der Exportnachfrage in den Hintergrund traten. Trump hatte den hohen Handelsüberschuss Japans mit den USA kritisiert.

Die japanischen Exporte nach China stiegen im August gegenüber dem Vorjahr um fast 12%. Chinas Käufe von japanischen Spanwerkzeugen haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt, die Käufe von Autos und Motoren sind um mehr als ein Viertel gestiegen. China strebt die Unabhängigkeit von westlichen Ländern für seinen Halbleiterbedarf an, und Tokio will die Beziehungen zu Ländern stärken, die einen offeneren Handel pflegen.

Der Anstieg der Exporte im August um 6,6% markierte den 21. monatlichen Zuwachs in Folge und übertraf die Konsensschätzung der vom Wall Street Journal befragten Ökonomen von 5,3% deutlich. Dow Jones

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