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04.12.2019 11:45

Produktionsindizes geben Grund zum Optimismus

Maßnahmen der Regierung zeigen Wirkung

BEIJING (Dow Jones)--Nach Monaten der Abkühlung zeigt Chinas Wirtschaft Anzeichen einer Stabilisierung. Beijing kündigte zugleich an, nicht mit anderen Ländern bei der geldpolitischen Lockerung konkurrieren zu wollen.

Umfragen unter Herstellern deuten darauf hin, dass sich das Vertrauen und die Nachfrage im November verbessert haben. Der private Caixin Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor stieg im November auf 51,8 Punkte von 51,7 im Oktober, wie die Caixin Media Co. und das Researchhaus Markit mitteilten.

Chinas offizieller PMI für die Industrie, der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde beruht, stieg von 49,3 auf 50,2 Punkte. Werte über 50 Punkte deuten auf ein Wachstum, Werte darunter auf ein Schrumpfen.

Für den Caixin-PMI, der kleinere, in Privatbesitz befindliche Firmen stärker berücksichtigt, war es der vierte Anstieg in Folge. Für den offiziellen PMI, der eine viel größere Anzahl an Unternehmen umfasst, war es der erste Anstieg seit April.

Die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der im vergangenen Jahr begonnenen Konjunkturabschwächung haben erste Wirkungen gezeigt, wie Yang Weixiao, Ökonom bei Founder Securities, sagte. "Die Menschen waren den größten Teil des Jahres sehr pessimistisch, aber das Vertrauen scheint sich im vierten Quartal gedreht zu haben", meinte er.

Die Regierungsbeamten scheinen auch zuversichtlicher zu sein, wenn es darum geht, die derzeitige politische Linie beizubehalten. Beijing hat den Fokus auf die Förderung der Kreditvergabe an kleine Unternehmen und Infrastrukturinvestitionen gelegt.

In einem kürzlich veröffentlichten Artikel schrieb der Gouverneur der Zentralbank, Yi Gang, dass die People's Bank of China nicht auf eine "wettbewerbsfähige" quantitative Lockerung zurückgreifen werde, selbst wenn die Zinssätze in anderen großen Volkswirtschaften auf Null sinken würden. Das Wachstum bleibe in einer angemessenen Bandbreite und die Inflation sei insgesamt relativ gering, schrieb Yi in der wichtigsten politischen Zeitschrift der Kommunistischen Partei, Qiushi.

Einige große Industrieländer hätten Schwierigkeiten, die quantitativ-lockernden Maßnahmen, die während der globalen Finanzkrise vor gut zehn Jahren eingeführt wurden, wieder zu beenden, schrieb der Gouverneur und erklärte, "China sollte eine normale Geldpolitik so lange wie möglich beibehalten".

Chinas Wirtschaft, die zweitgrößte der Welt, wuchs im dritten Quartal um 6% und lag damit unter dem Zielkorridor der Zentralregierung für das Gesamtjahr. Die politischen Entscheidungsträger hatten mit einer steigenden Verbraucherpreisinflation zu kämpfen, die von den hohen Schweinefleischpreisen getrieben wurde.

Die Aussagen von Yi deuteten darauf hin, dass die Zentralbank so viel Schlagkraft wie möglich für künftige Abschwächungen behalten wolle, sagte Julian Evans-Pritchard, Ökonom bei Capital Economics in Singapur.

"Sie war bei ihrem Ansatz zur jüngsten Lockerung der Geldpolitik sehr zurückhaltend und hat die Zinsen beispielsweise nur um 5 Basispunkte gesenkt", sagte Evans-Pritchard in Bezug auf eine Zinssenkungsstrategie, die die Zentralbank seit August verfolgt. Das würde sich wahrscheinlich ändern, wenn sich die Abkühlung verstärke, sagte er.

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