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11.12.2019 12:10

BMW sichert Lithium-Bedarf für Batteriezellen ab - Vertrag mit Ganfeng

MÜNCHEN (Dow Jones)--BMW hat sich den Bedarf an Lithium für Batteriezellen für die kommenden Jahre gesichert. Der Münchener DAX-Konzern hat eigenen Angaben zufolge mit der chinesischen Ganfeng Lithium einen Liefervertrag für die Versorgung des für Zellen wichtigen Rohstoffs geschlossen. Das erwartete Vertragsvolumen liege bei 540 Mio Euro. BMW decke damit den Bedarf an Lithiumhydroxid für Hochvoltspeicher der neuen, fünften Generation an Batteriezellen komplett ab.

Neben Kobalt ist Lithium einer der Schlüssel-Rohstoffe für die Elektromobilität. Für 2023 plant BMW mit 25 elektrifizierten Modellen, davon mehr als die Hälfte vollelektrisch. "Entsprechend steigt der Bedarf an Rohstoffen. Allein für Lithium rechnen wir bis 2025 etwa mit einer Versiebenfachung unseres heutigen Bedarfs", so Einkaufsvorstand Andreas Wendt.

Die Gewinnung des Lithiums bei Ganfeng erfolge mittels Bergbau aus so genannten Hardrock-Lagerstätten in Australien. "Dabei gelten höchste Ansprüche in Bezug auf Nachhaltigkeit", so BMW.

Derzeit veröffentliche die BMW Group bereits die Herkunftsländer für Kobalt, für die kommende, fünfte Generation an Zellen seien die Lieferketten neu strukturiert worden. Ab 2020 werde der Konzern Lithium und Kobalt selbst direkt einkaufen und die Rohstoffe den beiden Batteriezell-Herstellern CATL und Samsung SDI zur Verfügung stellen. Kobalt werde künftig direkt aus Minen in Australien und Marokko bezogen. Die Lieferverträge garantierten eine Versorgungssicherheit bis 2025 und darüber hinaus.

Der Wachstumstrend bei Lithium-Ionen-Akkumulatoren hält weiter an. Zwischen Januar und September wurden rund 190 Mio Akkus nach Deutschland importiert und 87 Mio exportiert, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Zahlen weisen auch fürs Gesamtjahr auf eine Steigerung hin. 2018 wurden 202 Mio Stück im Wert von 2,4 Mrd Euro importiert und 97 Mio im Wert von 1,1 Mrd Euro exportiert. Laut der Statistikbehörde waren Ein- und Ausfuhren im vergangenen Jahr damit fast viermal so hoch wie 2012. Hauptlieferant für Deutschland ist weiterhin China mit rund 40% der Importe.

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