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02.06.2020 12:00

Nissan verbucht nach Abschreibungen Milliardenverlust

TOKIO (Dow Jones)--Hohe Abschreibungen haben den japanischen Autohersteller Nissan Motor im abgelaufenen Geschäftsjahr per Ende März tief in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand ein Verlust von umgerechnet 5,66 Mrd Euro, wie der Konzern mitteilte. Knapp 5,1 Mrd davon gingen auf das Konto von Abschreibungen, die Nissan im Zuge eines Restrukturierungsplans vornahm, mit dem das Unternehmen schlanker und profitabler werden will.

Nissan hatte auf operativer Grundlage zwar auch einen Fehlbetrag prognostiziert, diesen aber viel geringer angesetzt. Vor der Möglichkeit, dass einmalige Belastungen das Minus ausweiten könnten, war jedoch im Vorfeld ebenfalls gewarnt worden.

Nissan-CEO Makoto Uchida sprach von einer Fehlentwicklung des Konzerns, die in einer Ausrichtung auf "übermäßiger Absatzexpansion" bestanden habe. Der Manager bezeichnete es als neue Strategie, "die finanzielle Disziplin aufrechtzuerhalten und sich auf den Umsatz pro Fahrzeug zu konzentrieren, um rentabel zu werden".

Nissan will dazu seine Produktionskapazität um ein Fünftel auf etwa 5,4 Mio Autos jährlich reduzieren. Das Werk in Barcelona soll geschlossen, 3.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Laut CEO sollen diese Maßnahmen wie vom "Wall Street Journal" berichtet zu Kosteneinsparungen von 300 Mrd Yen (2,5 Mrd Euro) pro Jahr führen.

Der Autohersteller verfügt nach eigenen Angaben über ausreichend Liquidität, um ein schwieriges Geschäftsumfeld zu überstehen. Im April und Mai seien 712,6 Mrd Yen aufgebracht worden, um auf die Coronavirus-Pandemie zu reagieren. Nissan verfüge über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von etwa 1,3 Bill Yen. Die weltweiten Verkäufe von Nissan gingen im April im Vergleich zum Vorjahr um 42% zurück. In China, neben Nordamerika und Japan einer der Kernmärkte im Rahmen der neuen Strategie zur Aufteilung des globalen Automobilgeschäfts mit dem Partner Renault, ist eine Belebung des Geschäfts erkennbar.

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